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Offener Treff

Flüchtlinge, Migranten und Einheimische sind alle zwei Wochen montags ab 18.30 Uhr im Rahmen des Projektes "Willkommen in Hildesheim" zum Offenen Treff im Caritashaus (Pfaffenstieg 12) eingeladen.

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Vernissage der Ausstellung "Basta ya"

„Basty ya! – Es reicht!“ Seit über 50 Jahren herrscht in Kolumbien ein blutiger Bürgerkrieg, der hierzulande fast in Vergessenheit geraten ist. Eine Ausstellung von Caritas international erinnert an die Menschen, die unter dieser bewaffneten Auseinandersetzung leiden und sich sehnlichst Frieden wünschen. Mit einer Vernissage hat der Caritasverband für Stadt und Landkreis diese Ausstellung im Caritashaus in Hildesheim (Pfaffenstieg 12) jetzt offiziell eröffnet. Sie ist bis zum 2. Dezember zu sehen.

 

Ausstellung Kolumbien Sinistera „Der Bürgerkrieg in Kolumbien ist so alt, dass darüber gar nicht mehr berichtet wird“, erklärt Caritas-Vorstand Dr. John Coughlan in seiner Begrüßung. Doch das Leid der Menschen ist nach wie vor groß – und darum lohne es sich, nach Kolumbien zu schauen und die dortigen Probleme nicht zu vergessen.

 

„Lange Zeit war Kolumbien das Land mit den meisten Binnenflüchtlingen“, erinnert Hedwig Mehring, Referentin für Migration und Integration beim Diözesancaritasverband Hildesheim in ihrem Grußwort. Weltweit seien derzeit rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter eine hohe Zahl von Kindern und Jugendlichen. In den Schlagzeilen sind jedoch nur wenige Krisenherde: „Viele sind gar nicht bekannt. Darum ist es wichtig, etwas gegen dieses Vergessen zu tun“, betont Mehring und dankt dem Ortscaritasverband, dass er mit dieser Ausstellung an die Auseinandersetzung in Kolumbien erinnert.

 

Kolumbien ist schön mit karibischen Stränden, blühenden Landschaften und quirlige Metropolen – aber es gibt auch eine andere Seite: „Es gibt Gegenden, die sind durch eine völlige Abwesenheit des Staates gekennzeichnet. Die Menschen dort sind kriminellen Banden hilflos ausgeliefert“, berichtet Andrea Edler. Die Mitarbeiterin von Caritas International war unter anderem am Rio Guapi im Westen des südamerikanischen Landes unterwegs. Straßen gibt es dort nicht, wichtigster Verkehrsweg ist der Fluss. „Er ist aber auch die Autobahn für die Kämpfer“, erzählt Edler. Zum Nachteil der Menschen, die in den Dörfern ansässig sind und vor allem vom Fischfang leben. „Sie trauen sich nachts überhaupt nicht mehr raus“, berichtet die Caritas-Mitarbeiterin.

 

Aufgrund von Gefechten bewaffneter Gruppe vor seiner Haustür ist Luis Sinistera mit seiner Familie bereits mehrfach aus seinem Dorf vertrieben worden. Mit Hilfe der Caritas ist er immer wieder zurückgekehrt. Und diese Hilfe hat einen Namen: Padre Tobias. „Für Notfälle haben die Menschen die Nummer des Padres, nicht die der Polizei“, erklärt Edler. Padre Tobias ist mit seinem Boot ebenfalls auf dem Rio Guapi unterwegs, bringt die Menschen zusammen und versucht ihnen zu helfen.

 

Ausstellung Kolumbien Edler Andrea Edler hat die Menschen, die sie im vergangenen Jahr getroffen hat, für die Ausstellung porträtiert und ihr Schicksal anschaulich gemacht. „Die Ausstellung hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt“, sagt Edler mit Blick auf ein gescheitertes Referendum über einen Friedensvertrag der kolumbianischen Regierung mit den Rebellenorganisation FARC. Die Mehrheit der Bevölkerung sei nicht gegen den Friedensvertrag, daher sei das Ergebnis für sie und viele Engagierte und Mitarbeiter der Caritas ein Schock gewesen. Mit 50,2 Prozent gab es eine knappe Mehrheit gegen den Friedensvertrag – allerdings bei einer Wahlbeteiligung von nur 37 Prozent. „Der Konflikt ist auch im Land vergessen. Man hat die betroffenen Regionen einfach vergessen“, erklärt Edler.

 

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos sieht die Caritas-Mitarbeiterin als eine wichtige Geste für die vielen, die sich für den Frieden im Land einsetzen. Ihre Erlebnisse und Begegnung seien eine überwältigende Erfahrung, wie Menschen überall von gleichen Bedürfnissen nach Sicherheit und einer Zukunft für sich und vor allem ihre Kinder getrieben sind: „Daher ist die Ausstellung dann gar nicht weit weg von der aktuellen Situation in Europa“.

 

Aufklappbare Stelen beinhalten die Portrait-Fotografien der Konfliktopfer sowie ihre persönlichen Geschichten. Ergänzt wird die Ausstellung durch Informationstafeln und eine Medieninsel, die über die Hintergründe des kolumbianischen Bürgerkriegs und die Arbeit von Caritas international in diesem Kontext informieren.

 

Die Ausstellung ist bis zum 2. Dezember im Caritashaus (Hildesheim, Pfaffenstieg 12) zu besichtigen. Geöffnet ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr.

 



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